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... GAMSTÄDT ...

Ortschaft Gamstädt

Wappen

Land:

Thüringen

Landkreis:

Gotha

Gemeinde:

Nesse-Apfelstädt

Ortsteile:

Kleinrettbach

Postleitzahl:

99192

Einwohner:

680

Fläche in km²

113

Ortschaftsürgermeister:

Peter Leuteritz (GFWV)

Zusammensetzung des Ortschaftsrates (2009):

FWG Klrb

2 Sitze

Wählerliste Gam.

3 Sitze

CDU

1 Sitz

Informationen

Gamstädter Bürgerhaus

Kirche "St. Michael"

Kirche in Kleinrettbach

Die Ortschaft Gamstädt mit Kleinrettbach zählt derzeit 777 Einwohner. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf eine Kaufurkunde aus dem Jahre 1282 zurück. Damals benannte man die Siedlung als "Gamminstete".

Dorfherren waren die Landgrafen von Thüringen, die Herzöge von Sachsen, aber auch zeitweise die Grafen von Gleichen. Darüber hinaus befanden sich zahlreiche Güter und Fluren im Besitz von Erfurter Kirchen und Klöstern. Auch die Nonnen vom "Heiligen Kreuz" in Gotha verfügten über Land in der Garnstädter Flur. Durch die Lager an der alten Handelsstraße "via regia", die zeitweise eher als Heerstraße genutzt wurde, mussten die Einwohner in Kriegszeiten viel Not erleiden. So wurde das Dorf 1640 von schwedischen Truppen mehrfach geplündert. Im Jahre 1747 belagerten preußische Truppen den Ort.

Der Charakter der Ortschaft Gamstädt wurde von jeher durch die fruchtbare Erde bestimmt. Hauptanbaukulturen waren über Jahrhunderte Anis und Flachs. Auch heute noch prägt die landwirtschaftliche Produktion den kleinen Ort, der verkehrsgünstig an der Bundesstraße 7 auf halber Strecke zwischen Gotha im Westen und Erfurt im Osten liegt. Anfragen für ein Gewerbegebiet gab es nach der Wende viele. Allerdings verstrichen einige Jahre, bis sich mehrere Handwerks- und Gewerbetreibende im Ort ansiedelten. Darüber hinaus fand im Frühjahr 1995 der erste Spatenstich für einen modernen Wohnpark statt. Seit Mai 1996 sind diese Wohnungen fertiggestellt und vermietet.

Der heutige Ortsteil Kleinrettbach wurde zwischen 775 und 802 in einer Urkunde Karl des Großen als Schenkung an das Kloster Hersfeld erstmalig erwähnt. Ähnlich wie in Gamstädt hat auch hier die Landwirtschaft die Entwicklung des Dorfes wesentlich geprägt. Mehrere Feuersbrünste, so in den Jahren 1601 und 1772, haben den Dorfbewohnern schwer zu schaffen gemacht.

Historisch war der Ort Kleinrettbach stets eng mit der Nachbargemeinde Gamstädt verbunden. So wurde Kleinrettbach als "Filiale vom Pfarrdorf Gamstädt" bezeichnet. Im Jahre 1975 erfolgte schließlich die Eingliederung Kleinrettbachs als Ortsteil von Gamstädt.

Am südlichen Ortsrand in Richtung Neudietendorf wurde das Wohngebiet "Zur Kindelburg" erschlossen. Hier werden ständig neue Eigenheime nach den individuellen Vorstellungen der Bauherren errichtet. Gemeinde und Investor sind gemeinsam an der weiteren abschließenden Besiedlung bauwilliger Mitbürger interessiert.

Streifzüge durch den Landkreis Gotha, Landratsamt Gotha, Dezember 1999